Autor: Sarah

  • Schwarz

    Schwarz

    Schwarz

    Ein lyrischer Text von Sarah Miriam Lutzemann

    Schwarz ist eine Farbe

    eine Farbe der Haut

    aber doch nicht meine

    denn meine Haut ist doch nicht schwarz, sagen sie

    nur „so schön braun“

    immer Sommer

    SCHWARZ

    das sind die anderen, die Ausländer

    und das bin ich ja nicht

    denn ich bin hier geboren

    ich komme von hier, wirklich, war nie woanders

    dieses Land ist meine Heimat

    auch wenn es sich nicht wie ein Zuhause anfühlt

    denn zuhause ist der Ort

    an dem du dich nicht erklären musst

    nicht verstellen musst, du selbst sein kannst

    doch wenn ich mich nicht erkläre, tut es niemand

    niemand erklärt mir irgendwas

    warum ich mich doch verstelle, jeden Tag

    und wer ich eigentlich bin

    SCHWARZ

    ist vielleicht die Antwort auf die Frage

    vielleicht bin ich es ja doch

    SCHWARZ

    vielleicht bedeutet dieses Wort mehr als die Farbe der Haut

    vielleicht bedeutet es

    wie sie mich ansehen

    wie sie über mich reden

    wie sie sich fragen, wie es sein kann

    dass ich existiere, hier, in diesem Land

    wie sie sich fragen, ob es gut ist oder gefährlich

    und wie sie verhindern können, dass es sie betrifft

    indem sie sich fernhalten und ihre Türen verschließen

    genau wie ihre Augen und ihr Herz

    denn was ich nicht sehe, existiert nicht

    was ich nicht fühle, kann nicht real sein

    ich bin eine von ihnen und doch nicht

    doch Worte haben Macht

    SCHWARZ

    dieses Wort hat Macht

    Identitäten zu schaffen, Fragen zu stellen,

    Antworten zu finden

    auch Namen haben Macht

    darum sprechen sie sie nicht aus

    die Namen derer, die vor mir waren

    SCHWARZ

    Deutsch, beides, wie ich

    ich habe die Namen gefunden, ich kenne sie

    fühle ihren Klang auf meiner Zunge

    der Bann ist gebrochen sie können mir nichts mehr

    denn ich bin nicht mehr allein war ich nie, aber jetzt weiß ich es

    darum werde ich es nie mehr sein

    ich spreche das Wort aus

    SCHWARZ

    und die Namen all jener die vor mir waren und mit mir sind

    und ich werde ihre Namen weitertragen

    all jenen, die nach mir kommen und nach mir sein werden

    SCHWARZ

  • Was tun wir, wenn sich die Geschichte wiederholt?

    Was tun wir, wenn sich die Geschichte wiederholt?

    „Warum haben unsere (Ur-)Großeltern damals nichts getan, als die Nazis an die Macht kamen? „

    Habt ihr euch auch schon mal diese Frage gestellt? Wenn ja, dann kommen jetzt die relevanten Fragen für die aktuelle Zeit:

     

    Was tun wir in dieser Zeit, in der Nazis wieder mehr und mehr an Macht gewinnen?

    Was haben wir aus der Geschichte gelernt? Wie sorgen wir dafür, dass sie sich nicht wiederholt?

     

    Diese Frage richte ich vor allem an weiße, nicht behinderte cis-hetero Menschen.

    BIPoC wie ich, queere Menschen, behinderte Menschen stellen sich diese Frage nämlich jeden Tag. Oder besser gesagt wir fragen uns: Was ist, wenn sich die Geschichte gerade wiederholt?

    Diese Fragen bringt uns um den Schlaf, lastet schwer auf unseren Schultern und lässt uns sorgenvoll auf die eigene Zukunft und die Zukunft unserer Kinder blicken.

    Diese Frage ist immer mit dabei, egal wo wir sind, egal was wir tun, wo wir uns aufhalten, wem wir begegnen, wo wir Urlaub machen, welche Veranstaltungen wir besuchen. Wir können es uns nicht leisten, nicht darüber nachzudenken. Wir können es uns nicht leisten, unpolitisch zu sein. Wir können es uns nicht leisten, keine Meinung dazu zu haben.

    Aktuelle Umfragewerte in Deutschland zeigen die AfD als zweitstärkste Partei, direkt hinter der CDU und noch vor der aktuellen Regierungspartei SPD. *

    *Quelle: https://www.tagesschau.de/inland/deutschlandtrend/deutschlandtrend-3370.html

     

    Und seit dem 25. Juni haben wir auch den ersten AfD-Landrat.

    Schon seit einiger Zeit sind Nazis nicht mehr nur „verwirrte Einzeltäter“, sie sitzen an neuralgischen Punkten innerhalb unserer Demokratie. Sie verbreiten ihr Gedankengut ungehindert und scheren mehr und mehr Anhänger um sich.

    Sie haben die Macht nicht nur einzelnen Menschen, sondern ganzen Teilen unserer Gesellschaft Schaden zuzufügen.

    Und das tun sie bereits.

    BIPoC, geflüchtete Menschen, queere Menschen, behinderte Menschen und weitere marginalisierte Menschen bekommen diese Macht bereits am eigenen Leib zu spüren.

    Nazis waren nie weg. Sie bleiben auch nach Ende des 2. Weltkriegs weiterhin Teil unserer Gesellschaft

    – bis heute.

    Eine tatsächliche Entnazifizierung von Deutschland gab es nie.

     

    Und während all der Zeit, von damals bis heute, forderten Nazis (Todes-)Opfer. Zu lange hat vor allem der weiße cis-hetero Teil unserer Gesellschaft  weggesehen und sich nicht eingestanden, dass nie eine Aufarbeitung unseres eigenen Erbes stattgefunden hat.

    Marginalisierte Menschen, die vor dieser Entwicklung gewarnt haben, wurde nicht zugehört. Nazis und Menschen, die ihnen zu Macht verhelfen, werden als „besorgte Bürger“ geframt. Wir sollen „mit Nazis reden“, „lernen sie zu verstehen“, „ihre Sorgen ernst nehmen“. Nazis bekommen Raum in TV, Radio, Print, auf Bühnen und Podien.

     

    Und denkt an den offenen Brief meiner Buchhandlung kohsie.

    https://kohsie.de/offener-brief-libri-ebuch-260423/

     

    Zur Erinnerung: Nazis können ihr Gedankengut in über 1.300 Buchhandlungen deutschlandweit verbreiten. Und das auch weiterhin. Unser Erfolg ist lediglich, dass Buchhandlungen zukünftig leichter Nazis im eigenen Angebot sperren können.

    Das Beenden der Geschäftsbeziehung mit Nazis wurde hingegen vehement abgelehnt.

    Das ist, wo wir aktuell stehen. Und mir macht das Angst.

    Mir macht Angst, dass die Stimmen von BIPoC, queeren Menschen, behinderten Menschen nicht gehört werden. Das uns unsere Erfahrungen abgesprochen werden. Dass die Gewalt gegen uns hingenommen wird. Und nicht zuletzt, dass unsere sehr realen Ängste, dass es für uns hier in diesem Land nicht sicher ist, nicht ernst genommen werden.

     

    Also, was tun wir jetzt?

    Oder besser: Was tut ihr jetzt, weiße, cis-hetero Mehrheitsgesellschaft?

     

    Denn wir marginalisierte Menschen sind es leid, den Kampf gegen Nazis stets allein führen zu müssen. Wir sind es leid, allein in der Schusslinie zu stehen. Wir sind es leid, immer und immer wieder kostenlose Bildungsarbeit leisten zu müssen. Und nicht zuletzt sind wir es leid, weiterhin mit anzusehen, wie Menschen wie wir in Angst leben müssen, verletzt werden, getötet werden.

    Daher die Frage an euch, weiße cis-hetero nicht behinderten Menschen:

    Was tut ihr, um Nazis wieder aus Machtpositionen zu vertreiben? Was tut ihr, um das Verbreiten von rechtem Gedankengut zu unterbinden?

    Was tut ihr gegen den anhaltendenden Rassismus, gegen die zunehmende Queerfeindlichkeit?

    Was sind eure konkreten Handlungen, um marginalisierte Menschen zu schützen und um weitere Opfer zu verhindern?

     

    Was hättet ihr euch gewünscht, dass eure (Ur-) Großeltern getan hätten?

    Jetzt ist die Chance zu beweisen, dass ihr aus der Geschichte gelernt habt.

    Das ihr wirklich an ein freieres, gerechteres Leben für alle Menschen glaubt und bereit seid, dafür zu kämpfen. Und nicht länger uns marginalisierte Menschen mit diesem Kampf allein lasst.

    Ich für meinen Teil ziehe jetzt Konsequenzen, um mich selbst und meine Familie zu schützen. Ich bin nicht mehr bereit, mich mit Menschen zu umgeben, die sich selbst als unpolitisch bezeichnen. Die einen Mittelweg zwischen rechts und links suchen, statt klare Kante gegen Nazis zu zeigen. Die weiterhin glauben, dass wir mit Nazis nur mal vernünftig reden müssen. Die sich nie selbst antifaschistisch engagieren, aber dann auf „die da oben“ schimpfen.

    Menschen ohne Haltung, ohne eigene Meinung, ohne Rückgrat.

    Die Zeit um unpolitisch sein zu können und damit durchzukommen, ist endgültig vorbei.

    Jetzt müssen wir ALLE endlich unseren Arsch hochkriegen und so handeln,

    dass wir später unseren (Ur-)Enkeln auf die Frage: „Was habt ihr damals getan?“ antworten können:

     

    „Wir haben Nazis laut und deutlich Widerstand geleistet!“

  • Kein sicherer Ort

    Kein sicherer Ort

    Als wir, mein Mann und ich, nach Halle gezogen sind, drehte es sich um die Frage in welches Viertel wir ziehen würden. Welches sind die sicheren Bereiche, für eine afrodeutsche Person? Damals dachte ich, vor allem der nördliche Teil von Halle wäre wohl am sichersten (auch wenn wir letztendlich in einem anderen Viertel eine Wohnung fanden). Heute weiß ich, auch ein vermeintlich linker, antifaschistischer Anstrich verbirgt nicht die tieferliegenden Schichten von eigenem, strukturellem Rassismus, wenn dieser nie aufgearbeitet wurde.

    Wenn ich an die weiße, linke Szene in Halle denke, dann denke ich an Menschen, die sich äußerlich antifaschistisch geben, in hippen Szenecafés über Utopien zur Weltrettung fantasieren aber Worten zu selten Taten folgen lassen, wenn es darauf ankommt. Wenn es nicht um eine Demo oder Kundgebung geht, sondern um ein Aufbegehren gegen Rassismus im Alltag. Wenn es darum geht, das eigene Gesicht zu zeigen, die eigene Stimme zu erheben, ohne sich hinter einem anonymen Kollektiv zu verstecken. Denn genau das können Menschen auch nicht, die von Rassismus betroffen sind. Diese Menschen erleben Gewalt jeden Tag, individuell und strukturell. Und sei es manchmal einfach durch ein ohrenbetäubendes Schweigen.

    Ich spreche hier als BIPoC-Person und sage: die weiße linke Szene in Halle (Saale) ist kein Safer Space für BIPoC. Genauso wenig wie die meisten weißen Menschen hier in der Stadt. Nicht, wenn es darauf ankommt. There, I said it.

    Es waren Anhänger der Antifa, die letzten Sommer versucht haben, in meinem Buchladen die Scheiben einzutreten, während sie dabei laut „Alerta Antifaschista“ riefen. Es waren die Menschen, die ihr „Hauptquartier“ am Reileck haben, die einen verleumderischen Beitrag geschrieben haben, dass wir die Rassentrennung wieder eingeführt hätten. Nur weil wir explizit erwähnen, BIPoC-Autor*innen auf unseren Regalen zu haben.

    Es waren weiße Menschen aus Halle, die stolz erzählen, Teil der Bewegung Halle und PEGIDA zu sein, während sie im Gemeindesaal der Paulusgemeinde sitzen, und einen Menschen verteidigen der Rassismus und Verschwörungstheorien verbreitet.

    Ich war dort, im Paulusviertel, inmitten von ca. 100 anderen Menschen. Ich war die einzige nicht weiße Person. Ich war eine der wenigen Personen, ich konnte sie an einer Hand abzählen, die Rassismus nicht als Meinungsfreiheit verklärten und sich gegen die Mehrheit gestellt hat, die PEGIDA nur als Ausdruck der besorgten bürgerlichen Mitte framten.

    Kein Mensch der weißen linken Szene war dort, kein Mensch aus all den Kollektiven und Bündnissen, zumindest kein Mensch, der sich öffentlich dazu bekannt hat. Während ich auf die Bühne getreten bin, mit meinem Namen und meinem Gesicht, gab es ansonsten von einem anonymen Bündnis nur ein Statement im Vorfeld, ohne Namen der verfassenden Person. Das war alles.

    Ein Ort, an dem das Schweigen so laut ist, ist nicht sicher für Menschen, die von Rassismus betroffen sind.

    Kein Wunder also, dass eine Schwarze Autorin hier eine Lesung abgesagt hat, die in eben diesem Paulusviertel in eben dieser Kirchengemeinde stattfinden sollte. Weil diese Bühne nicht sicher ist für eine Schwarze Person und erst recht nicht für drei.  Denn neben der Autorin sollte ein Schwarzer Musiker das Rahmenprogramm gestalten, während ich selbst die Lesung moderieren sollte.

    Ich hatte mich darauf gefreut, diese großartige Frau kennenzulernen und mit ihr über ein spannendes Thema zu sprechen: Rassismus im Kontext christlicher Kirche. Ein Thema, das ich selbst erlebt habe und welches mit zu meinem Austritt beigetragen hat. Welche Ironie, dass diese Lesung nicht stattfinden kann, weil eben dieser Rassismus genau dort gerade so akut und unwidersprochen ist.

    Ich verstehe die Autorin sehr gut. Denn ich war an oben genanntem Abend da. Ich spürte den Hass, der in diesem Raum waberte und die Luft vergiftete. Ich sah, wie viel Raum sich Menschen nahmen, um Hetze und Rassismus zu verteidigen und ich hörte, wie leise diejenigen waren, die dieser Diskriminierung nicht zustimmen, wenn sie denn überhaupt dort waren. Ich saß unter 100 Menschen und war so gut wie allein. Zwei weitere Frauen waren meine einzigen Verbündeten an diesem Abend. Beide waren auch für die Organisation der Lesung zuständig. Ihr Herz ist genauso schwer wie meins, wenn sie an die Absage denken.

    Doch neben Traurigkeit und Resignation kocht in mir auch eine Wut. Wut darüber, dass so viele Menschen so leise sind, wenn es wirklich darauf ankommt. Wut darüber, dass wir strukturell im Kampf gegen Rassismus einfach nicht vorankommen. Wut darüber, dass zwar ständig neue Kollektive entstehen, Kundgebungen stattfinden, Plakate, Flyer, Sticker gedruckt werden, aber dies alles nur eine fadenscheinige Solidarität darstellt, die in Wirklichkeit so oft nur Fassade ist. Wut darüber, wie viele Menschen sich hinter leeren Worten verstecken die verbergen, dass von Rassismus betroffene Menschen noch immer eines sind, wenn es darauf ankommt: Ganz allein auf sich gestellt.

  • Spiritualität ohne Schwurbel

    Spiritualität ohne Schwurbel

    In diesem Beitrag geht’s darum, warum Spiritualität nicht immer gleich Verschwörungstheorien, Impfgegner und die rechte Ecke bedeutet.

    Außerdem stelle ich dir 3 Frauen aus der Spiri-Szene vor, die ich sehr empfehlen kann.

    Vor kurzer Zeit ist ein Buch erschienen, welches die radikale Gedankenwelt der Esoterik behandelt und vor den gefährlichen Risiken des Esoterik-Trends warnt.

    So weit, so einseitig. Die beiden Autor*innen haben davor schon zwei weitere Bücher geschrieben, die sich vor allem mit Verschwörungstheorien beschäftigen, ich unterstelle ihnen also in dem Punkt eine gewisse Expertise. Leider gilt diese Expertise nicht für den Bereich Esoterik bzw. Spiritualität, sonst würden sie nicht die komplette Spiri-Bubble über einen Kamm scheren und teilweise sogar in die rechte Ecke stellen.

    Die Esoterik und Spiritualität ist ein riesiges Feld und natürlich gibt unter den Anhäger*innen Menschen die Coronaleugner*innen sind, glauben dass wir Krankheiten einfach wegtanzen können und kein Problem damit haben, an der Seite mit Nazis in Demonstrationen mitzulaufen. Natürlich gibt es in der Spiri-Bubble richtig viel kulturelle Aneigung, Rassismus, Sexismus und eben auch der Glaube an Verschwörungstheorien. All das ist zurecht zu kritisieren.

    Aber die Ursache dessen ist nicht, dass diese Menschen spirituell sind (oder glauben zu sein), sondern es liegt daran, dass sie ein rassistisches Gedankengut in sich tragen, leichtgläubig auf Verschwörungstheorien hereinfallen und Diskriminierung reproduzieren.

    Denn ja, wir können auch spirituell sein und gleichzeitig antifaschistisch.

    Es ist möglich, spirituell zu sein und sich trotzdem impfen zu lassen, Maske zu tragen und bei Krankheiten auf die Schulmedizin zu vertrauen. Das ist per se kein Widerspruch, so wie es sehr oft dargestellt wird. Warum ist mir das so wichtig?

    Einfach weil ich mich selbst auch als spirituell bezeichne.

     

    (Auch wenn ich alles andere als konsequent darin bin, was ich tue und vor allem wann und wie oft.)

     

    Ich bin katholisch aufgewachsen, aber mittlerweile aus der Kirche ausgetreten und sehe mich als Atheistin. Trotzdem glaube ich daran, dass um uns herum eine Energie besteht, die uns untereinander und mit allem was auf diesem Planet existiert, verbindet. Ich glaube daran, dass jeder Mensch die Fähigkeit hat, zu lieben aber auch fähig wäre zu töten. Ich glaube aber auch daran, dass wir nicht durch Karma oder verdrängten Traumata daran Schuld sind, in welcher Lebenssituation wir aufwachsen und welche Privilegien wir im Leben haben, sondern dass hier oft äußere Umstände wie Patriarchat, Kapitalismus,

    Klassismus, Rassismus etc. eine ganz entscheidende Rolle spielen.

    Ich mag es, zu bestimmten Tagen im Jahr (oder wenn wir mal wieder Möbel umgestellt haben) die Wohnung mit Salbei auszuräuchern und mir vorzustellen, sie damit von negativen Energien zu reinigen. Ich zelebriere die Rauhnächte. Ich lege mir gerne Tarotkarten aber nicht, um meine Zukunft vorherzusagen, sondern weil sie für mich ein wunderbares Tool zur Selbstreflexion sind.

    Ich lese grade ein Buch über Hoodoo und würde auch gerne mehr über Voodoo erfahren, einfach weil mich dieser Bereich der Spiritualität im Zusammenhang mit Schwarzer Kultur gerade besonders interessiert.

    Vor allem der Mix an Tools, Ritualen und Praktiken in genau der Art und Weise in dem es für mich am besten funktioniert ist ein wesentlicher Bestandteil meiner Auslegung der Spiritualität.

    Doch all das tue ich, während ich gleichzeitig dreimal gegen Covid geimpft bin. Ich trage immer noch Maske zum Einkaufen, wenn ich in meinem Laden bin und natürlich auch im öffentlichen Nahverkehr. Ich werde mein Kind in einer Klinik zu Welt bringen weil ich die Sicherheit schätze, dass im Notfall Ärtz*innen im Rahmen der Schulmedizin eingreifen können. Auch dieses Kind wird die üblichen Standardimpfungen erhalten. Und nicht zuletzt setze ich mich lautstark gegen Diskriminierung und Rassismus ein und würde niemals an der Seite von Nazis in einer Demo laufen.

     

    Und genau diese Perspektive gibt es eben auch.

     

    Es kommt einfach darauf an, wohin wir unseren Blick richten.

     

    Natürlich finden wir viel Schwurbel, Verschwörungstheorien, kulturelle Aneignung etc. in der Eso-Szene. Aber eben nicht nur und weil ich längst nicht der einzige Beweis dafür bin, möchte ich euch im Folgenden drei wunderbare Frauen vorstellen, die spirituell sind, sich aber eben auch gleichzeitig aktiv gegen Diskriminierung einsetzen und Verschwörungstheorien ablehnen.

    Wenn ihr euch für schwurbelfreie Spiritualität interessiert, kann ich sie euch sehr ans Herz legen.

    Jennifer Ospelt

    [dt_default_button link=“url:https%3A%2F%2Fageofaquarius.de%2F|title:ageofaquarius.de|target:_blank“ size=“big“]Homepage von Jenni | ageofaquarius.de[/dt_default_button]

    Bei Jenny bekommt ihr das ganze Paket an Astrologie, zudem veranstaltet sie in Berlin Sound Bath und schreibt immer mal wieder sehr direkte gesellschaftspolitische Beiträge, die sich auch gegen Faschismus in der spirituellen Szene richten.

    Durch Jenny bin ich übrigens auch auf das Buch aufmerksam geworden und sie hat dazu auch einen großartigen Artikel geschrieben.

    Sarah Rosa Helfen

    [dt_default_button link=“url:https%3A%2F%2Fde.sarahrosahelfen.com%2Fshop|target:_blank“ size=“big“]Onlineshop von Sarah Rosa Helfen[/dt_default_button]

    Sarah ist erst mal mein Lieblings-Tattoo-Artist (@tattoorituals bei Instagram) aber darüber hinaus findet ihr bei ihr auch Beiträge zu Modern Witchcraft, verschiedenen Circles die in Saarbrücken stattfinden, Yoga, Tarot uvm.

    Immer mit einem feministischen, patriarchatskritischen Blick.

    Sie hat in Saarbrücken einen Safe Space geschaffen für Menschen, die sich spirituell begegnen oder einfach unfassbar schöne Tattoos erhalten möchten.

    Außerdem betreibt sie einen Onlineshop für diverse Artikel im Bereich Modern Witchcraft und für selbst designte Kleidung und Accessoires.

    Noemi Christoph

    [dt_default_button link=“url:https%3A%2F%2Fwww.instagram.com%2Fnoemichristoph%2F%3Fhl%3Dde|target:_blank“ size=“big“]Instagram-Kanal von Noemi[/dt_default_button]

    Noemi kenne und folge ich auch schon seit mehreren Jahren. Durch sie habe ich auch wieder zum Tarot gefunden.

    Ihr könnt auch 1:1 Tarotsessions bei ihr buchen.

    Daneben bekommt ihr bei ihr auch Astrologie und nicht zuletzt hat sie ein großartiges Membership-Programm namens „The Palace„, das euch zu mehr Magie, Empress Vibes und Lebenfreude einladen möchte.

    Noemi positioniert sich klar feministisch, macht sich stark gegen Bodyshaming, spricht auch Themen wie Menstruation, Sexualität, Selbstliebe offen an und scheut sich nicht davor, sich sehr ehrlich und verletzlich zu zeigen.

    Noemi hat auch ein Buch geschrieben zum Thema Tarot, mit dem ich selbst sehr gerne arbeite. Zum Buch „Tarot für dich“.

    Schreib mir gerne deine Gedanken dazu in die Kommentare.

    Was bedeutet Spiritualität für dich?

  • DIY Waschmittel aus Kastanien

    DIY Waschmittel aus Kastanien

    Jedes Jahr zu Herbstbeginn ist es soweit, die Kastanien sind reif. Die Bäume lassen ihre wunderschönen, braunroten Früchte auf die Erde fallen. Früher als Kind habe ich oft Kastanien gesammelt, um daraus Figuren zu basteln.

    Heute freue ich mich wieder aus einem anderen Grund über die Kastanienzeit. Denn aus Kastanien lässt sich wunderbar ein kostengünstiges, völlig natürliches Waschmittel herstellen. 

    Hier im Beitrag erzähle ich dir, wie du selbst Waschmittel aus Kastanien herstellen & nutzen kannst und worauf du achten solltest.

    Kurz zur Einleitung: Wenn ich hier in diesem Beitrag von der Kastanie spreche, meine ich damit die Rosskastanie. Diese gehört zur Gattung der Seifenbaumgewächse und das ist der Hinweis, warum sie wunderbar als Waschmittel nutzbar ist. Bitte nicht verwechseln mit der Edelkastanie, die wir auch als Esskastanie kennen. Diese Sorte gehört zu den Buchengewächsen und kann nicht benutzt werden, um Waschmittel aus Kastanien herzustellen.

    So stellst du das Waschmittel aus Kastanien her

    Schritt 1 ist natürlich erst mal, rauszugehen und Kastanien zu sammeln. Hierbei zählt: Je frischer, desto besser. Gesammelte Kastanien werden am besten am gleichen Tag weiterverarbeitet. Ältere Kastanien werden hart und trocken und lassen sich zur Herstellung von Waschmittel nicht mehr nutzen. Frische Kastanien erkennst du daran, dass sie rötlich-braun sind und schön glänzen. Ältere Kastanien werden dunkler und matt.

    Nimm auch gerne Kastanien mit, die sich noch in ihrer grünen Stachelhülle befinden. Doch achte darauf, keine Kastanien zu sammeln die schon aufgeplatzt oder eingerissen sind.

    Wie viele Kastanien du brauchst, dazu kann ich dir leider noch keine genauen Angaben machen. Letztes Jahr haben wir so viele Kastanien gesammelt, dass wir später ein Einmachglas Waschmittel herstellen konnten. Diese Menge war jedoch nicht ausreichend, um übers Jahr zu kommen. Daher haben wir dieses Jahr eine größere Menge produziert. Nächstes Jahr habe ich hier Erfahrungswerte, wie weit wir damit gekommen sind.

    Wir benutzen die Kastanien als Hauptwaschmittel. Vielleicht möchtest du sie aber erst mal ausprobieren oder nur als Abwechslung zum normalen Waschmittel nutzen.

    Die Zubereitung für das Waschmittel aus Kastanien ist aber, unabhängig der Menge der Kastanien, immer gleich.

    Im zweiten Schritt werden die Kastanien zerkleinert, um später Kastanienschrot herzustellen. Dazu zerteilst die Kastanien je nach Größe in 2-4 Teile.

    Mit einem großen Messer sollte das gut funktionieren. Wenn du jedoch spürst, dass du ziemlich viel Kraft aufwenden musst, um die Kastanie kleinzukriegen, dann stimmt etwas nicht. Entweder ist das Messer nicht gut geeignet und du brauchst ein größeres oder die Kastanie ist nicht mehr frisch genug. Sobald Kastanien alt werden trocknen sie ein und werden steinhart. Diese solltest du lieber entsorgen und frischere Kastanien benutzen.

    Wenn du alle Kastanien halbiert oder geviertelt hast, geht es weiter mit Schritt 3.

    Jetzt geht´s ans Schreddern der Kastanien. Das dient dazu, die Oberfläche zu vergrößern und die Saponine aus den Kastanien besser herauszulösen. Saponine sind pflanzliche Stoffe, die in Verbindung mit Wasser Schaum bilden können. Diesen Effekt machen wir uns beim Waschmittel aus Kastanien zunutze. Rosskastanien enthalten Saponine, denn diese Pflanze gehört zu den Seifenbaumgewächsen. Das sind Gewächse, die teilweise zur Herstellung von Seife benutzt werden, weil deren Pflanzenteile Saponine enthalten.

    Durch das Schreddern werden die Kastanien zu dem von mir sog. Kastanienschrot verarbeitet. Das funktioniert am besten mit einem Hochleistungsmixer oder einer Küchenmaschine. (Der Mixer sollte aber wirklich Power haben.) Unser Mixer, den du unten auf dem Bild siehst hat 900W und kommt spielend mit den Kastanien zurecht. Ich fülle ihn jedoch maximal zu 1/3 je Mixvorgang. Ich habe das Gefühl, wenn die Kastanien Platz haben im Mixbehälter rumzuhüpfen, werden sie schneller und besser zerkleinert.

    Der Kastanienschrot ist nun theoretisch direkt verwendbar. Um ihn jedoch haltbar zu machen, muss er getrocknet werden, ansonsten würden die Kastanien schnell schimmeln. Dazu legst du den Kastanienschrot auf Ofengittern oder Blechen aus, die du vorher mit Backpapier oder Geschirrhandtüchern belegst. Diese stellst du an einem warmen, trockenen Ort aus, damit die gehäckselten Kastanien trocknen können.

    Das funktioniert sehr gut im wärmsten, sonnigsten Raum deiner Wohnung oder in der Nähe einer Heizung oder eines Kamins. Du könntest die Kastanien bei schwacher Wärme auch im Backofen trocknen. Da dies jedoch unnötigen Energieverbrauch bedeutet, kann ich das nicht empfehlen. Ein Tipp den ich aber mal gelesen habe ist, den Ofen zu nutzen wenn du sowieso backen wolltest. Wenn der Kuchen fertig ist schaltest du den Ofen aus und schiebst das Blech mit dem Kastanienschrot in die Röhre. Die Restwärme hilft beim Trockenvorgang.

    Ich selbst nutze nur die Raumtemperatur, die Sonne und ggf. die Heizungswärme. Dadurch dauert das Trocknen zwar länger, aber ich habe ja auch keine Eile.

    Nachdem das Kastanienschrot vollständig getrocknet ist, kann es in Gläser abgefüllt werden und als Waschmittel genutzt werden. Die Betonung liegt hier allerdings auf vollständig. Nur wenn die Kastanien wirklich knochentrocken sind, sind sie lagerfähig. Sollte noch Restfeuchtigkeit vorhanden sein, wird sich Schimmel bilden und du kannst dein Waschmittel aus Kastanien in den Müll entsorgen.

    Auf dem Foto ist ein Einmachglas zu sehen, das zerkleinerte Kastanien enthält.

    So benutzt du das Waschmittel aus Kastanien

    Vor jeder Wäsche nimmst du 2 gehäufte EL des Kastanienschrots und gibst sie in ein separates Glas. Dann gießt du dieses Glas mit etwa 300-500 ml. warmem Wasser auf. Bitte kein kochendes Wasser benutzen, das kann den Sud eindicken und den Prozess des Herauslösens der Saponine behindern.

    Den Sud lässt du jetzt mindestens 30 Minuten ziehen.

    Danach gießt du diesen Aufguss durch ein Sieb in den Waschmittelbehälter deiner Waschmittel. Das Sieb fängt den Kastanienschrot auf und sorgt dafür, dass nur die Flüssigkeit mit den herausgelösten Saponinen in die Waschmaschine gelangt.

    Den benutzen Kastanienschrot könntest du jetzt noch einmal aufgießen und für eine weitere Wäsche nutzen. Das solltest du aber nur tun, wenn die Waschmaschine am gleichen Tag (möglichst direkt nach der ersten Wäsche) noch einmal startest. Wenn du den Kastanienaufguss zu lange stehen lässt, kann sich nämlich über die Zeit ein saurer Geruch bilden.

    Nach dem du den Kastanienschrot aufgegossen hast, kannst du die Reste der benutzen Kastanien einfach auf dem Kompost entsorgen.

    Zum Abschluss hier noch einmal die häufigsten Fragen, die mir bisher zum Waschmittel aus Kastanien gestellt wurden. Wenn du eine Frage hast, die hier nicht beantwortet wird, stelle sie mir gerne in den Kommentaren.

    Wonach riecht das Waschmittel aus Kastanien?

    Das Waschmittel aus Kastanien riecht tatsächlich nach – nichts. Das mag zu Beginn etwas ungewohnt sein, wenn du den Geruch deines Waschmittels gewohnt bist und diesen mit frischer Wäsche assoziierst. Aber ich mag diese Tatsache mittlerweile richtig gerne. Immerhin tragen wir so viele verschiedene Gerüche mit uns am Körper herum. Der Geruch der Haarseife, der Geruch der Körperseife, unser Parfum, ggf. der Geruch unseres Deos und nicht zu vergessen unser wunderbarer, individueller Körpergeruch. Bei diesem Duftmix ist es für mich richtig wohltuend, wenn sich die Wäsche geruchsmäßig zurückhält.

    Wie lange hält sich der Kastanienschrot?

    Wenn der Kastanienschrot vorher wirklich gut getrocknet wurde und luftdicht in Gläsern o.ä. aufbewahrt wird, hält er sich mindestens 2 Jahre. Aber wie gesagt, absolute Trockenheit ist der Schlüssel.

    Halte einfach ein Auge darauf, sollten die gehäckselten Kastanien anfangen zu schimmeln, dann war noch Restfeuchte vorhanden und der Kastanienschrot muss entsorgt werden.

    Wird die Wäsche mit dem Waschmittel aus Kastanien wirklich sauber?

    Kurze Antwort: Ja, für den „normalen“ Schmutz und das Auffrischen der Wäsche reicht das Waschmittel aus Kastanien völlig aus. Hartnäckige Flecken brauchen etwas mehr Aufmerksamkeit. Diese behandele ich dann meist vor, etwa mit Zitronensäure oder Natron. Auch Kernseife oder Alepposeife wird teilweise zur Vorbehandlung empfohlen.

    Was muss ich bei hartem Wasser beachten?

    Waschmittel aus Kastanien enthält natürlich keinen Wasserenthärter, der in anderen Waschmitteln enthalten sein kann. Bei hartem Wasser kann es daher sinnvoll sein, beim Waschen 1-2 TL Waschsoda zum Kastaniensud hinzuzugeben.

    Achtung: Waschsoda darf allerdings nicht bei tierischen Fasern wie etwa Wolle, Seide etc. verwendet werden, da es dort die Fasern aufquellen lässt. 

    Bei Baumwolle, Leinen usw. besteht allerdings keine Gefahr.

    Was muss ich bei weißer Wäsche beachten?

    Manche Waschmittel speziell für weiße Wäsche enthalten ein Bleichmittel, das die Wäsche vor dem Ergrauen schützen soll. Dieses Bleichmittel ist natürlich im Waschmittel aus Kastanien nicht enthalten.

    Bleichmittel gibt es aber separat zu kaufen, auch bei Anbietern von Öko-Waschmittel. Wenn es dir also wichtig ist, deine weiße Wäsche wirklich strahlend weiß zu halten, kannst du zu Bleichmittel also zusätzlich zum Kastaniensud zur Wäsche geben.

  • Mein Weg zur Fotografie

    Mein Weg zur Fotografie

    Wenn Fotograf:innen befragt werden, wie sie zur Fotografie gekommen sind, hört man oft, dass sie sich schon in der Jugend dafür begeisterten. Sie erzählen von der ersten Kamera, die sie von einem Verwandten geschenkt bekommen haben. Sie erzählen von Vorbildern in der Familie oder ihrem unglaublichen Drang, ihrer Kreativität in ihren Bildern Ausdruck zu verleihen.

    Meine Geschichte beginnt nicht so. Ich weiß nicht mehr, welches meine erste Kamera war. Irgendein Apparat in den damals noch ein Film eingelegt wurde. Ein Instrument, um halb verwackelte Schnappschüsse von Urlaubstagen oder Klassenfahrten aufzunehmen. Die meisten dieser Bilder hab ich heute gar nicht mehr. Dabei gibt es sogar drei Personen in meinem Familienumfeld, die Fotografen sind, zumindest Hobbyfotografen. (Gendern nicht nötig, alle drei sind Männer.) Bei jedem Familienfest oder Urlaub schleppten sie ihre schweren Kamerataschen herum und ein paar Wochen später fand sich die ganze Familie zu Dia-Abenden zusammen, um die Ergebnisse zu bewundern.

    Doch so gerne sie selbst fotografierten, so wenig Interesse hatten sie, das Handwerk weiterzugeben. Sie bildeten ihren kleinen, inoffiziellen Fotoclub. Bei jedem Familienfest wurde die neu erworbene Technik bestaunt oder über die neuesten Fototechniken gefachsimpelt. Näherte sich jemand anders jedoch auf wenige Meter ihrer Kamera (vor allem wenn diejenige eine Frau war) schrien sie vor Entsetzen und eilten herbei, das kostbare Gerät zu retten. Immerhin drohte die Gefahr, dass Knöpfe gedrückt, Funktionen verstellt und Linsen beschmutzt werden könnten.

    Damals wirkte dieses Gehabe nahezu respekteinflößend auf mich. Die Kamera schien für mich auf der einen Seite unglaublich kompliziert und auf der anderen Seite sehr zerbrechlich zu sein. Mit dem heutigen Wissen frage ich mich wirklich, ob sie sich mit der eigenen Kamera so schlecht auskannten, dass um eine verstellte Funktion so ein Drama gemacht werden musste.

    So oder so, das war absolut nicht die Voraussetzung, um mich als junges Mädchen an die Fotografie heranzuführen. Dieses Hobby wirkte auf mich langweilig, kompliziert und was für Männer.

    Erst viel später, als ich zu bloggen begonnen hatte, fand ich auch zur Fotografie. Meine erste „richtige“ Kamera war eine Kompaktkamera von Sony. Diese war zwar mit einem optischen Zoom ausgestattet und konnte zwar im RAW-Format aufnehmen, bot aber keine Möglichkeit das Objektiv zu wechseln. Trotzdem erzielte ich damit einige schöne Fotos und konnte zudem die ersten richtigen Erfahrungen im Bereich der Fotografie machen. Zudem stellten sich mit zunehmender Benutzung dieser Kamera eine Tatsache heraus, die sich später noch mehrfach bestätigen sollte:

    Um ein gutes Bild aufzunehmen, kommt es nicht auf die Kamera an, sondern auf den Menschen der sie bedient.

    (Wobei „gut“ natürlich auch sehr subjektiv ist, erst recht bei künstlerischen Tätigkeiten wozu ich die Fotografie zähle.)

    Diese Erkenntnis vertiefte sich während meiner kurzen Zeit als Reisebloggerin. Es gab eine Zeit, da durfte ich Hotels besuchen um dann einen Blogbeitrag darüber zu schreiben um für das Hotel zu werben. (Ich spürte sehr schnell, dass das nicht mein Ding war. Deshalb hab ich das auch nicht lange durchgehalten und später auch den entsprechenden Blog inklusive der Beiträge dazu gelöscht.)  Zu dieser Zeit hatte ich natürlich meine Kamera dabei, um Fotos vom Hotel, von den Zimmern, dem Frühstücksbuffet und sonstigen Details aufzunehmen. Während ich jedoch mit meiner Kompaktkamera hantierte, warteten meine Bloggerkolleg:innen mit fetten Systemkameras und mindestens zwei Objektiven zum Wechseln auf. Doch trotz der besseren Kameras fand ich meine Bilder meist schöner. Vielleicht waren meine Fotos nicht so hochauflösend, hatten kein so ein schönes Bokeh oder konnten nicht mit einer solch cremigen Tiefenunschärfe aufwarten. Dafür mochte ich die Stimmung meiner Aufnahmen lieber. Sie waren vielleicht nicht perfekt, aber sie transportierten, was ich zeigen wollte. Erst heute habe ich begriffen, dass es beim Fotografieren weniger um die perfekte Technik geht, sondern darum andere Menschen die Welt durch deine Augen sehen zu lassen. Ihnen zu zeigen, was dich an diesem Anblick fasziniert, welche Details dir ins Auge springen. (Um das korrekt darzustellen, kommt dann doch wieder etwas Technik ins Spiel, die sich aber eher auf den Bildaufbau bezieht.)

    Ein paar Jahre später hab ich mir dann doch ein Kameraupdate gegönnt. Ich hatte die Basics gelernt so dass ich mich bereit fühlte für meine eigene Systemkamera. Erst eine Weile später stellte ich fest, dass ich mir einige Fragen noch nicht gestellt hatte. Denn wenn du dir eine Kamera mit Wechselobjektiven kaufst, wäre es auch sinnvoll zu wissen, welche Objektive du brauchst. Das wiederum hängt davon ab, welche Art von Fotos du machen willst. Und hier kam der Knackpunkt, ich hatte keinen wirklichen Plan. Ich probierte mich ein bisschen an Produktfotografie, an Stillleben und an Landschaftsfotografie (in gaaanz kleinem Rahmen) ohne eine wirkliche Leidenschaft für eines der Themen zu entwickeln. Leicht frustriert wollte ich die Fotografie fast schon wieder an den Nagel hängen, bis ich mir wirklich mal die Mühe machte mir darüber klarzuwerden, was mich interessierte.

    Herauskam, ich mag Menschen, besondere Stimmungen und Details. Da ich introvertiert bin, raubt es mir zwar sehr viel Energie mich mit vielen, vor allem fremden, Menschen zu umgeben. Aber ich liebe es, andere zu beobachten und die Details zu entdecken, die sie einzigartig machen. Genauso mag ich kleine Details in der Natur, wie etwa Blüten, Blätter oder Wassertropfen. Ich mag abstrakte Formen und liebe Muster und Strukturen. Diesen Blick auf die Welt möchte ich zukünftig teilen. Ich möchte, dass andere Menschen durch meine Augen sehen können.

    Daher gibt es jetzt den Hashtag #sarahlutzemannphotography und hier auf der Website wird mein Portfolio ab sofort stetig upgedatet. Du findest dort eine Auswahl meiner Fotos, getrennt nach Portraitfotografie und, wie ich es genannt habe, künstlerischer Fotografie.

    Wassertropfen auf einem Blatt meines Gummibaums

    Mittlerweile biete ich auch Portraitfotoshootings bzw. Lifestyleshootings an.

    Kontaktiere mich gerne, wenn du hier Interesse hast. 

  • Menstruationszyklus – Teil 4: Lutealphase

    Menstruationszyklus – Teil 4: Lutealphase

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    Ich habe eine 4-teilige Artikelreihe gestartet, in der ich über die unterschiedlichen Phasen des Menstruationszyklus schreibe. Der Fokus liegt darin, meinen Körper bewusst wahrzunehmen und zu spüren, was in der jeweiligen Phase geschieht und wie ich sie für mich nutzen kann.  Nicht nur in Bezug auf die physischen Körperfunktionen, sondern vor allem anhand der jeweiligen Energie und Emotionen. Das geht soweit, dass es sogar Sinn macht, seine Termine anhand des Menstruationszyklus zu planen.

    Die Artikel sind stets nach vier Prinzipien gegliedert:

     

    Was passiert grade?

    Hier gibt es einen kurzen Überblick der Prozesse, die in dieser Zyklusphase im Körper ablaufen.

     

    Wie fühle ich mich?

    Hier geht es um Energie und Emotionen der jeweiligen Phase. Das ist natürlich sehr individuell, daher kann ich das lediglich aus meiner Perspektive erzählen. Allerdings kannst du ja mal beobachten, ob es bei dir ein ähnliches Muster gibt.

     

    Was hilft mir in dieser Zeit?

    Was hilft mir, um diese Phase angenehmer zu gestalten? Was fällt mir in dieser Phase gerade besonders leicht oder schwer?

     

    Was tue ich?

    Wie verbringe ich diese Zeit am liebsten? Was funktioniert grade gut für mich, was überhaupt nicht? Welche Termine packe ich in diese Phase, welche eher nicht?

     

    Vielleicht hilft dir das, deinen eigenen Zyklus besser zu verstehen und dein Leben mit ihm im Einklang zu führen.

     

     

    Hier klicken, um zum Intro der Beitragsreihe zu gelangen.

    Bitte beachte: Ich bin weder Ärztin noch ausgebildete Menstruationsexpertin oder etwas in der Art. Alles, worüber ich hier schreibe, habe ich mir angelesen oder während meines eigenen Zyklus erfahren. Das soll für dich als Inspiration dienen, deinen eigenen Menstruationszyklus genauer zu beobachten und kennenzulernen. Falls du bemerkst, dass dein Zyklus sehr unregelmäßig ist, du sehr starke Schmerzen empfindest oder etwas in der Art, geh bitte unbedingt zu einer Ärztin und lass das dort abklären. Diese Artikel können und sollen nicht den Rat eines Facharztes ersetzen.

    Was passiert grade?

    In der Lutealphase bildet sich aus dem Follikel, der leeren Hülle des Eis die im Eierstock verblieben ist, der Gelbkörper. Daher wird diese Phase auch Gelbkörperphase genannt. Der Gelbkörper produziert verschiedene Hormone, vor allem das Gelbkörperhormon Progesteron aber auch Östrogen. Sollte keine Schwangerschaft erfolgen, bildet sich der Gelbkörper gegen Ende der Lutealphase wieder zurück. Dadurch sinkt auch die Hormonproduktion wieder. Dieser Abfall der beiden Hormone setzt auch den Prozess in Gang, dass die Gebärmutterschleimhaut abgestoßen wird. Es kommt daraufhin zur Menstruation und wir befinden uns wieder am Anfang des Menstruationszyklus.

    Wie fühle ich mich?

    Während ich zum Zeitpunkt der Ovulationsphase meist ein absolutes Energie-Hoch habe, sinkt meine Power nun stetig. Von Tag zu Tag spüre ich, dass ich mich schlapper fühle. Die Lutealphase ist der Zyklus-Herbst und genau das passt zur Stimmung dieser Zeit. Ich werde ruhiger und ziehe mich mehr zurück, auch innerlich. In dieser Zeit fehlt mir der Antrieb, rauszugehen daher bin ich dankbar, wenn so wenig Termine wie möglich in diese Zeit fallen. Ich finde es jetzt anstrengend, zu viele Menschen um mich herum zu haben und bin eher still und in mich gekehrt. Vielleicht hast du auch schon mal etwas vom Prämenstruellen Syndrom (kurz PMS) gehört. Wenn nicht, dann findest du hier eine gute Definition davon. https://www.frauenaerzte-im-netz.de/erkrankungen/praemenstruelles-syndrom-pms/

    Ein weiteres Symptom von PMS oder der Lutealphase allgemein ist ein Völlegefühl begleitet von Blähungen. (Ja, ich hab’s gesagt, auch Frauen pupsen und es riecht definitiv nicht nach Rosen, zumindest nicht immer.) Auch das führt dazu, dass ich mich in dieser Zeit träge fühle. Der Drang nach Bewegung, den ich den beiden vorherigen Phasen verspürt habe, kommt fast ganz zum Erliegen.

     

     

    Der Zervixschleim verändert sich in dieser Zeit ebenfalls wieder. Jetzt wird er wieder fester und wieder eher weißlich oder er ist fast überhaupt nicht mehr zu beobachten.

    Was hilft mir in dieser Zeit?

    Mir hilft es, wenn ich gut vorausgeplant und in diese Zeit wenig bis keine Termine gelegt habe. Ich versuche, meinen Tagesablauf jetzt langsamer anzugehen, mehr Pausen einzuplanen und vielleicht auch mal ein Power-Nap (aka Nickerchen) einzulegen. Gegen die Blähungen und das Völlegefühl hilft vollwertiges, ballaststoffreiches Essen und bequemere Kleidung, die mich vor allem am Bauch nicht einengt. Daneben tut es gut, viel Wasser und Kräutertees zu trinken.

    Meist habe ich jetzt nicht mehr die Energie für anstrengende Sporteinheiten. Sauerstoff hilft mir aber dennoch, meine Power etwas anzukurbeln. Daher entscheide ich mich jetzt eher für lange Spaziergänge statt anstrengender Fahrradtouren. Für die Beweglichkeit und auch zur Entspannung tun mir ruhigere Yoga-Einheiten gut, die eher auf Halten und Dehnen anstatt auf Dynamik ausgelegt sind. Falls das bei dir ähnlich ist, probiere in der Zeit doch mal Yin Yoga-aus. Hier bei Fuckluckygohappy gibt es einen schönen Beitrag zum Thema, falls du noch nie etwas vom Yin Yoga gehört hast. https://www.fuckluckygohappy.de/yin-yoga-einfach-mal-chillen-und-die-schwerkraft-arbeiten-lassen/

    Mir hilft in dieser Zeit aber auch sehr die Rücksichtnahme durch meinen Mann. Ich spreche mit ihm ganz offen über meinen Zyklus, daher weiß er immer ungefähr, in welcher Phase ich mich befinde. (Wenn nicht, fragt er einfach nach.) Somit kann er sich also darauf einstellen, dass ich in der Lutealphase vielleicht nicht die geselligste Person der Welt bin (als ob ich das sonst wäre) und meine Energiereserven schneller erschöpft sind. Das kommt etwa dann zum Tragen, wenn wir planen Freunde oder die Familie zu uns einzuladen oder zu besuchen. Ich behaupte nicht, dass das in der Lutealphase überhaupt nicht möglich ist, denn auch hier ist nicht jeder Tag gleich. Aber es tut gut und hilft mir, solche Fragen mit ihm ansprechen zu können und dafür Verständnis zu bekommen.

    Denk mal darüber nach, wenn du mit jemandem zusammenlebst, egal ob mit dem Partner oder der Partnerin, der Familie, Freund:innen oder Mitbewohner:innen. Vielleicht solltest du anfangen ganz klar zu kommunizieren, wie es dir geht, wann du gerne Treffen vereinbarst und wann du eher deine Ruhe brauchst. Das wird nicht immer funktionieren, vor allem nicht beim Zusammenleben. Aber mir persönlich tut es schon gut, wenn ich mir in der Lutealphase ein paar Stunden ganz für mich nehmen kann. Oft reicht es bereits, in der Lutealphase die Abstände zwischen anstrengenden Tagen zu erhöhen. Während du in den Phasen davor drei Tage durchfeiern konntest, brauchst du jetzt nach einem intensiven Tag möglicherweise einen ruhigen Tag zum Ausgleich.

    Was tue ich?

    Während der Lutealphase ziehe ich mich gerne zurück. Während ich in den letzten beiden Phasen aktiv an Projekten gearbeitet habe, befinde ich mich jetzt eher in der Planungs- und Reflexionsphase. Durch die fehlende Energie fällt mir anstrengende Kopfarbeit nicht so leicht, ich komme schlechter in einen Work-Flow und kann mich oft nicht so lange konzentrieren.  Die Lutealphase ist daher die ideale Zeit für Routineaufgaben, die eher langweilig sind und nicht viel Denkenergie benötigen.

    Vermeide es am besten, in diese Zeit schwierige Gespräche und Verhandlungen zu legen. Dein Selbstbewusstsein ist jetzt vielleicht nicht auf der Höhe, dein Energielevel ist niedrig und du nimmst dir Kritik jetzt möglicherweise mehr zu Herzen. Das ist keine gute Mischung, wenn du mich fragst. Auch Vorträge und Präsentationen zu halten bietet sich jetzt eher nicht an, wohl aber die Vorbereitung darauf. Die Lutealphase ist gut geeignet für Rechercheaufgaben und das Zusammentragen von Informationen.

    Dennoch solltest du auch Sport nicht vernachlässigen. Ich hab oben ja bereits Yin Yoga und Spaziergänge erwähnt. Finde heraus, welche Art der Bewegung dir grade guttut, aber vernachlässige sie nicht komplett. Wenn sie draußen stattfindet, umso besser. Frische Luft und Sonnenlicht helfen ebenfalls, die Laune zu bessern.

    In dieser Phase wirst du dich vielleicht unsicherer fühlen als sonst. Es kann sein, dass sich dein Hautbild verändert und in dieser Zeit mehr Pickel sprießen. Völlegefühl und Blähungen hab ich ja schon erwähnt. All das drückt nochmal zusätzlich aufs Selbstbewusstsein. Daher tut es gut, wenn du dich jetzt selbst ein bisschen verwöhnst. Ich liebe es etwa, mir dann ein Bad einzulassen und mit einem guten Buch abzutauchen. Sowieso ist die Lutealphase für mich die ideale Lesezeit. Also, mach dir einen Tee oder Kakao, schnapp dir ein gutes Buch und nimm dir ein paar Stunden für dich. Vor allem wenn in dieser Zeit nicht nur deine Energie, sondern auch deine Stimmung im Keller ist wirst du dich danach sicher besser fühlen.

    Ein letzter Tipp noch: Ich fange spätestens Mitte der Lutealphase an, Magnesium zu supplementieren. Warum ich das tue, habe ich dir ja bereits in Teil 1 der Beitragsreihe zur Menstruation erklärt.

    Die Lutealphase ist die längste Phase des Zyklus. Durch die Antriebslosigkeit kommt sie uns meistens sogar noch länger vor, als sie tatsächlich dauert. Im Anschluss daran erwartet uns die Menstruation und der Zyklus beginnt von vorne.

    Ich nutze zur Beobachtung meines Zyklus die App Clue. Wichtig für mich ist hierbei vor allem einzutragen, wann meine Periode einsetzt. Damit kann ich nachvollziehen, wie regelmäßig mein Zyklus ist. Daneben kannst du aber noch weitere Angaben eingeben, etwa deine Stimmung, dein Energielevel, deine sexuelle Aktivität, welche Medikamente (z.B. Schmerzmittel) du nimmst usw.

    Natürlich gibt es auch andere Apps zu diesem Zweck oder du nutzt einfach einen analogen Zykluskalender. Selbst wenn es dir zu aufwendig ist, Details zu notieren, solltest du ein Auge darauf haben, wie lange dein Zyklus normalerweise dauert. So kannst du Rücksprache mit deiner Ärztin oder deinem Arzt halten, wenn dein Menstruationszyklus sehr unregelmäßig ist, deine Periode ausbleibt oder du sonstige Auffälligkeiten feststellst.

    Das war’s soweit von mir zum Menstruationszyklus. Hier findest du nochmal einen Link zum Intro in dem ich dir erkläre, warum ich darüber schreibe. Dort findest du ganz unten auch die links zu allen Beiträgen der Artikelserie.

    Ich hoffe sehr, dass dir diese Beiträge geholfen haben, mehr in Kontakt zu deinem eigenen Zyklus zu treten und du etwas für dich mitnehmen konntest.

    Ich freu mich übrigens sehr über Kommentare zu den Beiträgen, die deine Erfahrungen mit der jeweiligen Phase des Menstruationszyklus beschreiben. Oder Rückmeldungen zum Zyklus allgemein.

    *Information bzgl. Werbekennzeichnung: Ich verlinke hier andere Accounts und / oder Produkte. Dadurch habe ich keinerlei Vorteil, auch nicht finanziell. Ich nenne und verlinke diese Accounts und Produkte, weil sie für diesen Beitrag einen Mehrwert bieten, ich selbst davon überzeugt bin und sie dir empfehlen kann.

  • Menstruationszyklus – Teil 3: Ovulationsphase

    Menstruationszyklus – Teil 3: Ovulationsphase

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    Ich habe eine 4-teilige Artikelreihe gestartet, in der ich über die unterschiedlichen Phasen des Menstruationszyklus schreibe. Der Fokus liegt darin, meinen Körper bewusst wahrzunehmen und zu spüren, was in der jeweiligen Phase geschieht und wie ich sie für mich nutzen kann.  Nicht nur in Bezug auf die physischen Körperfunktionen, sondern vor allem anhand der jeweiligen Energie und Emotionen. Das geht soweit, dass es sogar Sinn macht, seine Termine anhand des Menstruationszyklus zu planen.

    Die Artikel sind stets nach vier Prinzipien gegliedert:

     

    Was passiert grade?

    Hier gibt es einen kurzen Überblick der Prozesse, die in dieser Zyklusphase im Körper ablaufen.

     

    Wie fühle ich mich?

    Hier geht es um Energie und Emotionen der jeweiligen Phase. Das ist natürlich sehr individuell, daher kann ich das lediglich aus meiner Perspektive erzählen. Allerdings kannst du ja mal beobachten, ob es bei dir ein ähnliches Muster gibt.

     

    Was hilft mir in dieser Zeit?

    Was hilft mir, um diese Phase angenehmer zu gestalten? Was fällt mir in dieser Phase gerade besonders leicht oder schwer?

     

    Was tue ich?

    Wie verbringe ich diese Zeit am liebsten? Was funktioniert grade gut für mich, was überhaupt nicht? Welche Termine packe ich in diese Phase, welche eher nicht?

     

    Vielleicht hilft dir das, deinen eigenen Zyklus besser zu verstehen und dein Leben mit ihm im Einklang zu führen.

     

     

    Hier klicken, um zum Intro der Beitragsreihe zu gelangen.

    Bitte beachte: Ich bin weder Ärztin noch ausgebildete Menstruationsexpertin oder etwas in der Art. Alles, worüber ich hier schreibe, habe ich mir angelesen oder während meines eigenen Zyklus erfahren. Das soll für dich als Inspiration dienen, deinen eigenen Menstruationszyklus genauer zu beobachten und kennenzulernen. Falls du bemerkst, dass dein Zyklus sehr unregelmäßig ist, du sehr starke Schmerzen empfindest oder etwas in der Art, geh bitte unbedingt zu einer Ärztin und lass das dort abklären. Diese Artikel können und sollen nicht den Rat eines Facharztes ersetzen.

    Was passiert grade?

    In der Ovulationsphase steigt das luteinisierende Hormon (LH) und das follikelstimulierende Hormon (FSH) an, was dazu führt, dass der Follikel im Eierstock platzt. Das ist der Eisprung. Die Eizelle, die sich im Inneren des Follikels befunden hat, wandert durch den Eileiter in Richtung Gebärmutter. Nur in dieser Zeit kann die Eizelle befruchtet werden, nur in dieser Phase des Zyklus kannst du also schwanger werden. Wenn in den nächsten 24 Std. Spermien auf die Eizelle treffen, kann es also zu einer Befruchtung, sprich Schwangerschaft, kommen. Aber Achtung, Spermien können in der Gebärmutter bis zu 5 Tage lang überleben. Sind sie also schon da, wenn die Eizelle eintrifft, kann es ebenfalls zu einer Befruchtung kommen.

    Wie fühle ich mich?

    Manchmal kann ich den Eisprung fühlen, als leichtes Ziehen im Unterbauchbereich. Ansonsten ist die Ovulationsphase aber die Zeit, in der es mir blendend geht. Nicht umsonst ist die Ovulationsphase auch der Zyklus-Sommer. Meine Energie ist meistens auf einem absoluten Hoch und meine Stimmung ebenfalls. Die Ovulationsphase (und die Zeit drumherum) ist oft die Phase, in der ich mich am schönsten fühle.

    Ansonsten ist in dieser Zeit auch meine Libido am höchsten, bedeutet ich hab oft sehr viel Lust auf Sex. Das ist tatsächlich nicht nur bei mir so, sondern von der Natur so eingerichtet. Denn jetzt ist die Zeit, in der du dich fortpflanzen kannst. Das spüren übrigens auch andere Menschen. Manche beschreiben es als Glow, also als Strahlen, das Personen umgibt, die sich in der Ovulationsphase befinden. Eine Frau die als Kellnerin jobbt hat mir sogar mal erzählt, dass sie in der Zeit um ihren Eisprung herum mehr Trinkgeld bekommt. Ob das jetzt daran liegt, dass wir selbst offener und mehr in Flirtlaune sind zu der Zeit oder wir tatsächlich von innen heraus strahlen ist nicht ganz klar. Nichts desto trotz kannst du diesen Aspekt für dich nutzen, darüber reden wir weiter unten. Sei dir aber bewusst, dass du jetzt möglicherweise auch risikobereiter bist. Wenn du nicht schwanger werden möchtest, solltest du daher unbedingt an Kondome denken.

    Auch hier, wie schon in der Follikelphase, die kurze Anmerkung: Klar dient ein Kondom erst mal dazu, Spermien aufzufangen so dass du nicht schwanger werden kannst. Allerdings kann ein Kondom natürlich noch mehr, nämlich Schutz vor sexuell übertragbaren Krankheiten bieten. Deshalb kann es durchaus Sinn machen, auch außerhalb deiner fruchtbaren Tage ein Kondom beim Sex zu benutzen. Aber das muss ich dir ja eigentlich nicht erklären, oder? 

    Erinnerst du dich noch an den Zervixschleim, den ich in der Follikelphase schon angesprochen habe? Wenn nicht, kannst du den Beitrag hier noch einmal nachlesen. Dort erzähle ich dir auch kurz etwas zur symptothermalen Methode zur Verhütung. Wenn du den Zervixschleim beobachtest, wirst du feststellen, dass er jetzt ganz klar und spinnbar ist, von der Konsistenz ähnlich wie flüssiges Eiweiß. Ein weiterer Bestandteil der symptothermalen Methode ist die Messung der Körpertemperatur. Diese steigt in der Ovulationsphase um ca. 0,2 – 0,5° an und bleibt erhöht bis zur nächsten Periode. Alle weiteren Infos zu dieser Verhütungsmethode findest du hier. https://www.mynfp.de/einfuehrung-in-nfp#grundprinzip

    Was hilft mir in dieser Zeit?

    Diese Zeit vergeht fast wie von selbst, durch das Plus an Energie und den Umstand, dass ich mich meistens einfach wohl und schön fühle. Ich versuche das in dieser Zeit zu nutzen, in dem ich neue Projekte beginne, Pläne angehe, die ich schon lange umsetzen wollte oder mich oder meinen Körper einfach nur bewege. Jetzt darf das Training auch gerne mal etwas anstrengender sein, weil ich jetzt eher die Power habe, um durchzuhalten.

    Was tue ich?

    Die Ovulationsphase ist die ideale Phase, um andere Menschen zu treffen, auszugehen oder auch, um mich auf eine Bühne zu stellen. Ich fühle mich jetzt unwiderstehlich. Mein Selbstbewusstsein ist in dieser Zeit riesig, ich fühle mich schön und sexy und strahle all dies auch aus. Deshalb fällt es mir jetzt leichter, in die Öffentlichkeit zu treten oder im Scheinwerferlicht zu stehen.

    Ich bin in dieser Zeit außerdem unglaublich kreativ, so dass viele Projekte entstehen oder Ideen umgesetzt werden. Wie in der Follikelphase ist auch die Ovulationsphase der perfekte Zeitpunkt für schwierige Gespräche oder Verhandlungen. Falls du also Termine hast, bei denen dein ganzes Verhandlungsgeschick gefordert ist, dann kannst du mal ausprobieren, diese in die Ovulationsphase zu legen. Genauso wenn du Vorträge halten oder Darbietungen jeglicher Art abliefern musst ist das jetzt ein guter Zeitpunkt. Probiere es doch einfach mal aus und beobachte, ob es dir leichter gefallen ist als sonst.

    Viel mehr gibt es zur Ovualtionsphase, der Power-Phase, eigentlich nicht zu sagen. Im nächsten Teil, der Lutealphase wird es dann wieder etwas ruhiger. Aber dazu mehr in Teil 4 der Beitragsreihe zum Menstruationszyklus.

    Ich freu mich übrigens sehr über Kommentare zu den Beiträgen, die deine Erfahrungen mit der jeweiligen Phase des Menstruationszyklus beschreiben. Oder Rückmeldungen zum Zyklus allgemein.

    Wenn du gleich den vierten Teil der Beitragsreihe weiterlesen möchtest, dann geht es hier entlang zur Lutealphase.

    *Information bzgl. Werbekennzeichnung: Ich verlinke hier andere Accounts und / oder Produkte. Dadurch habe ich keinerlei Vorteil, auch nicht finanziell. Ich nenne und verlinke diese Accounts und Produkte, weil sie für diesen Beitrag einen Mehrwert bieten, ich selbst davon überzeugt bin und sie dir empfehlen kann.

  • Menstruationszyklus – Teil 2: Follikelphase

    Menstruationszyklus – Teil 2: Follikelphase

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    Ich habe eine 4-teilige Artikelreihe gestartet, in der ich über die unterschiedlichen Phasen des Menstruationszyklus schreibe. Der Fokus liegt darin, meinen Körper bewusst wahrzunehmen und zu spüren, was in der jeweiligen Phase geschieht und wie ich sie für mich nutzen kann.  Nicht nur in Bezug auf die physischen Körperfunktionen, sondern vor allem anhand der jeweiligen Energie und Emotionen. Das geht soweit, dass es sogar Sinn macht, seine Termine anhand des Menstruationszyklus zu planen.

    Die Artikel sind stets nach vier Prinzipien gegliedert:

     

    Was passiert grade?

    Hier gibt es einen kurzen Überblick der Prozesse, die in dieser Zyklusphase im Körper ablaufen.

     

    Wie fühle ich mich?

    Hier geht es um Energie und Emotionen der jeweiligen Phase. Das ist natürlich sehr individuell, daher kann ich das lediglich aus meiner Perspektive erzählen. Allerdings kannst du ja mal beobachten, ob es bei dir ein ähnliches Muster gibt.

     

    Was hilft mir in dieser Zeit?

    Was hilft mir, um diese Phase angenehmer zu gestalten? Was fällt mir in dieser Phase gerade besonders leicht oder schwer?

     

    Was tue ich?

    Wie verbringe ich diese Zeit am liebsten? Was funktioniert grade gut für mich, was überhaupt nicht? Welche Termine packe ich in diese Phase, welche eher nicht?

     

    Vielleicht hilft dir das, deinen eigenen Zyklus besser zu verstehen und dein Leben mit ihm im Einklang zu führen.

     

     

    Hier klicken, um zum Intro der Beitragsreihe zu gelangen.

    Bitte beachte: Ich bin weder Ärztin noch ausgebildete Menstruationsexpertin oder etwas in der Art. Alles, worüber ich hier schreibe, habe ich mir angelesen oder während meines eigenen Zyklus erfahren. Das soll für dich als Inspiration dienen, deinen eigenen Menstruationszyklus genauer zu beobachten und kennenzulernen. Falls du bemerkst, dass dein Zyklus sehr unregelmäßig ist, du sehr starke Schmerzen empfindest oder etwas in der Art, geh bitte unbedingt zu einer Ärztin und lass das dort abklären. Diese Artikel können und sollen nicht den Rat eines Facharztes ersetzen.

    Was passiert grade?

    Schon während der Menstruation beginnt das Wachstum der Follikel in den Eierstöcken.  Diese produzieren Östrogen, das unter anderem dazu führt, dass sich die Gebärmutterschleimhaut wieder aufbaut. Nur eines der Follikel wird schließlich besonders groß, während die anderen absterben und resorbiert werden.

    Zu deinem Verständnis: Die Menstruation ist eigentlich schon ein Teil der Follikelphase. Da der Fokus dieser Artikelserie aber darauf liegt, wie ich mich fühle und was ich tue, sind das für mich zwei unterschiedliche Phasen.

    Um noch genauer zu beobachten, in welcher Phase des Zyklus du dich befindest, kannst du auch beginnen, deinen Zervixschleim zu beobachten. Ich gebe dir hier nur eine Kurzfassung, darüber, was der Zervixschleim ist und wie du ihn beobachten kannst, da ich das selbst nur sehr unregelmäßig tue. Falls du dich weiter damit beschäftigen möchtest, such im Internet einfach mal nach dem Stichwort „Zervixschleim beobachten“.

    Der Zervixschleim wird vom Gebärmutterhals, dem Zervix gebildet und verhindert unter anderem, dass Bakterien aus der Vagina in die Gebärmutterhöhle aufsteigen können. Im Laufe des Zyklus verändert sich dieses Sekret und kann somit als Indikator dienen, in welcher Phase du dich gerade befindest. Den Zervixschleim findest du, wenn du vor dem Toilettengang mit deinen Fingern am Eingang der Vagina entlang streifst. Um ihn noch sicherer zu bestimmen, kannst du ihn auch direkt mit 2 Fingern am Muttermund abnehmen. Der Muttermund befindet sich am Ende der Vagina und du kannst ihn leicht ertasten. Falls du lange Fingernägel hast pass auf, dass du dich nicht verletzt. Um das aussagekräftigste Ergebnis zu bekommen, solltest du den Zervixschleim mehrmals am Tag beobachten.

    Direkt nach der Menstruation wirst du oft wenig bis gar keinen Zervixschleim vorfinden. Später, im weiteren Verlauf der Follikelphase, ist der Schleim oft sehr fest und klumpig, weißlich oder gelblich. Mit dem Fortschreiten der Follikelphase wird der Zervixschleim immer dünnflüssiger. Zum Eisprung (Ovulationsphase) hin ist der Schleim glasig und spinnbar, etwa wie flüssiges Eiweiß.

    Anhand des Zervixschleims kannst du übrigens nicht nur erkennen, in welcher Zyklusphase du dich befindest, sondern auch, wann deine fruchtbaren Tage sind und du am ehesten schwanger werden könntest. Wenn der Schleim klumpig ist, haben Spermien keine Chance da durchzukommen. Außerdem ist das ein Zeichen, dass der Follikel noch nicht soweit ist, um befruchtet zu werden. Wird das Sekret flüssiger und glasiger, ist das ein deutliches Zeichen für deinen (nahenden) Eisprung und somit für deine fruchtbaren Tage.

    Die Beobachtung des Zervixschleims ist auch ein Element der symptothermalen Methode zur Verhütung, manchmal auch NFP (natürliche Familienplanung) genannt. Denn du kannst nur um die Zeit deines Eisprungs herum schwanger werden. Die Eizelle kann nur nach dem Eisprung befruchtet werden und das auch nur für etwa 12-18 Stunden. Spermien leben allerdings bis zu 5 Tage. Daher kannst du eben auch schwanger werden, wenn du vor deinem Eisprung Sex hattest und die Spermien schon da sind, wenn die Eizelle im Eileiter eintrifft. Das bedeutet, wenn du nicht schwanger werden möchtest, reicht es aus während deiner fruchtbaren Tage zu verhüten (ein paar Tage vor und nach dem Eisprung), indem du etwa während dieser Zeit beim Sex ein Kondom benutzt.

    Zusätzlich zur Beobachtung des Zervixschleims muss bei der symptothermalen Methode noch deine Körpertemperatur gemessen werden, um eine wirklich sichere Aussage treffen zu können. Aber diesen genauen Vorgang zu beschreiben, würde hier jetzt zu weit führen. Falls du dich dafür interessierst, findest du hier einen schönen Bericht darüber. https://www.mynfp.de/einfuehrung-in-nfp#grundprinzip

    Kurze Anmerkung: Klar dient ein Kondom erst mal dazu, Spermien aufzufangen so dass du nicht schwanger werden kannst. Allerdings kann ein Kondom natürlich noch mehr, nämlich Schutz vor sexuell übertragbaren Krankheiten bieten. Deshalb kann es durchaus Sinn machen, auch außerhalb deiner fruchtbaren Tage ein Kondom beim Sex zu benutzen. Aber das muss ich dir ja eigentlich nicht erklären, oder? 

    Das war jetzt wieder viel Theorie und ich empfehle dir unbedingt, dich da selbst noch tiefer reinzulesen, vor allem was die Zervixschleim Beobachtung als auch die symptothermale Methode zur Verhütung betrifft. Ich führe diese nämlich aktuell nicht durch und bin daher nicht die Fachfrau dafür. Du findest dazu aber jede Menge Beiträge im Internet. (Stichwörter: Symptothermale Methode, NFP, Zervixschleim). Ich möchte mich hier im folgenden Beitrag wieder stärker auf die weiteren Punkte konzentrieren, nämlich wie ich mich in der Follikelphase fühle, was mir hilft und was ich jetzt tue.

    Wie fühle ich mich?

    Meine Energie, die während der Menstruation auf dem Tiefpunkt ist, kehrt langsam zurück. Nicht umsonst wird die Follikelphase auch mit dem Bild des inneren Frühlings beschrieben. Ich bekomme wieder Lust, rauszugehen, mich zu zeigen und Menschen zu treffen. Gleichzeitig entdecke ich auch wieder die Lust daran, meinen Körper zu bewegen. Erinnerst du dich noch, dass ich dir im Beitrag zur Menstruation erzählt habe, der Hunger auf vermeintlich ungesundes Essen würde vorbeigehen? Jetzt ist es soweit. In der Follikelphase finde ich frisches, gesundes und leichtes Essen oft viel appetitlicher.

    Manchmal empfinde ich auch nach der Menstruation noch einen leichten Schwindel im Kopf, ich beschreibe das oft als Dizzyness. Selbst Migräneattacken kommen vor, vor allem wenn ich mich während der letzten Phase nicht ausreichend geschont habe. Irgendwann während der Follikelphase kommt aber der Tag, an dem ich morgens aufwache und mein Kopf ist vollkommen klar. Ich liebe diesen Moment.

    Reden wir aber auch mal von den Dingen, die nicht so oft angesprochen sind und trotzdem dazugehören. Währen der Periode fällt das Gelbkörperhormon Progesteron plötzlich ab, zudem beginnen die Prostaglandine, die Gewebshormone, an zu arbeiten. Diese sorgen für Kontraktionen der Gebärmuttermuskeln, damit die Schleimhaut abgestoßen wird. Der Abfall von Progesteron und der Einsatz der Prostaglandine sorgt oft für Durchfall oder verursacht zumindest häufigeren Stuhlgang. Hier habe ich eine sehr schöne Zusammenfassung zu dem Thema gefunden: https://cara.care/de/magazin/periode-und-verdauung/

    Da meine Menstruation aber maximal 2-3 Tage dauert, tritt bei mir das Phänomen des häufigeren Stuhlgangs oft erst danach ein. Ein bis zwei Tage nach meiner Periode sitze ich dann mehrmals am Tag auf der Toilette. Aber auch das ist okay. Denn wie ich dir später im Beitrag zur Lutealphase beschreiben werde, leide ich vor meiner Menstruation oft unter Verstopfung. Wenn der Darm jetzt endlich wieder mit voller Kraft arbeitet, fühlt sich das einfach nur befreiend an.

    Daneben ist mein Selbstbewusstsein jetzt am stärksten bzw. es wächst bis zum Eisprung gefühlt täglich an. Die Follikelphase ist auch die Zeit, in der ich mich am schönsten fühle. Meistens fühle ich mich jetzt total wohl in meiner Haut und mit meinem Körper. Ich hab das Gefühl, meine Haut wird von Tag zu Tag reiner und meine Haare fallen besser. Klar ist das total subjektiv und vielleicht nur in meinem Kopf. Aber ich genieße es sehr, dass ich mich jetzt meist sehr gut mit mir selbst fühle. Getoppt wird das nur noch durch die Ovulationsphase.

    Was hilft mir in dieser Zeit?

    In dieser Zeit kommt meine Energie zurück und die möchte abgebaut werden. Mir hilft es dann, wieder regelmäßig Sport zu treiben und mich auszupowern.  Ansonsten hab ich jetzt besonders Appetit auf frisches, gesundes Essen. Wo es während meiner Periode gerne mal süß und fettig sein durfte, mag ich jetzt eher wieder leichte Speisen, frisches Gemüse und viel Obst.

    Mein Kopf arbeitet jetzt auch auf Hochtouren und ich liebe es, mich kreativ austoben zu können.

    Was tue ich?

    Die Follikelphase ist die Zeit, um wieder rauszugehen. Jetzt ist der richtige Zeitpunkt, um Kontakte wieder aufzunehmen und Menschen zu treffen. Nach der Ruhephase während der Menstruation ist meine Motivation jetzt wieder voll aufgeladen. Ich hab wieder Lust, neue Herausforderungen anzugehen und mich an neuen Projekten auszuprobieren. Oft greife ich jetzt auf die Ideen zurück, die mir während meiner Periode gekommen sind.

    Jetzt ist die perfekte Zeit, um auf eine Bühne zu treten, egal wie diese aussehen mag. Ob es darum geht, einen Vortrag zu halten oder Gehaltsverhandlungen zu führen, jetzt fühle ich mich dafür souverän genug.

    Falls du eher nicht auf einer Bühne stehst oder stehen möchtest, ist jetzt die Zeit neue Herausforderungen anzugehen. Wenn du ein schwieriges Projekt beginnen möchtest, dann jetzt. Genauso kannst du dich jetzt kreativ austoben. Wenn es dir so geht wie mir, hast du jetzt die Energie dazu.

    Beobachte doch mal, wie es dir in dieser Zeit geht. Natürlich kannst du nicht immer alle Termine beeinflussen. Aber wenn es in deiner Hand liegt, kannst du ja mal ausprobieren, schwierige Gespräche, wichtige Meetings oder Vorträge die du halten musst in diese Zeit zu legen. Danach werte mal aus, ob es dir diesmal leichter gefallen ist als sonst. Extra-Tipp zur Auswertung: Markiere dir, wie nah dieser Termin an deinem Eisprung liegt. Denn das ist nochmal eine besondere Zeit. Aber dazu im nächsten Beitrag mehr.

    Viel mehr gibt es über die Follikelphase gar nicht zu sagen, zumindest nicht von meiner Seite aus. Diese Zeit rauscht nur oft viel zu schnell vorbei. Erstens, weil sie sich so leicht anfühlt und zweitens, weil ich dann oft so viele Projekte parallel angehe (und sei es nur auf verschiedene Art kreativ zu sein), dass die Zeit wie im Flug vergeht.

    Achso, nur zum Verständnis: Die einzelnen Phasen des Zyklus sind übrigens nicht gleich lang. Manche Phasen dauern nur 12-18h (wie etwa der Eisprung) andere 2-3 Tage (wie in meinem Fall die Menstruation). Die Follikelphase dauert etwa 2 Wochen. Am längsten fällt meist die Lutealphase aus, tatsächlich und oft auch gefühlt. Aber dazu komme ich noch in Teil 4 der Artikelreihe.

    Ich freu mich übrigens sehr über Kommentare zu den Beiträgen, die deine Erfahrungen mit der jeweiligen Phase des Menstruationszyklus beschreiben. Oder Rückmeldungen zum Zyklus allgemein.

    Hier geht´s auch nochmal zum Intro in dem ich erkläre, warum ich über den Menstruationszyklus schreibe. Dort findest du ganz unten auch eine Übersicht aller Beiträge der Artikelserie.

    *Information bzgl. Werbekennzeichnung: Ich verlinke hier andere Accounts und / oder Produkte. Dadurch habe ich keinerlei Vorteil, auch nicht finanziell. Ich nenne und verlinke diese Accounts und Produkte, weil sie für diesen Beitrag einen Mehrwert bieten, ich selbst davon überzeugt bin und sie dir empfehlen kann.

  • Menstruationszyklus – Teil 1: Menstruation

    Menstruationszyklus – Teil 1: Menstruation

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    Ich habe eine 4-teilige Artikelreihe gestartet, in der ich über die unterschiedlichen Phasen des Menstruationszyklus schreibe. Der Fokus liegt darin, meinen Körper bewusst wahrzunehmen und zu spüren, was in der jeweiligen Phase geschieht und wie ich sie für mich nutzen kann.  Nicht nur in Bezug auf die physischen Körperfunktionen, sondern vor allem anhand der jeweiligen Energie und Emotionen. Das geht soweit, dass es sogar Sinn macht, seine Termine anhand des Menstruationszyklus zu planen.

    Die Artikel sind stets nach vier Prinzipien gegliedert:

     

    Was passiert grade?

    Hier gibt es einen kurzen Überblick der Prozesse, die in dieser Zyklusphase im Körper ablaufen.

     

    Wie fühle ich mich?

    Hier geht es um Energie und Emotionen der jeweiligen Phase. Das ist natürlich sehr individuell, daher kann ich das lediglich aus meiner Perspektive erzählen. Allerdings kannst du ja mal beobachten, ob es bei dir ein ähnliches Muster gibt.

     

    Was hilft mir in dieser Zeit?

    Was hilft mir, um diese Phase angenehmer zu gestalten? Was fällt mir in dieser Phase gerade besonders leicht oder schwer?

     

    Was tue ich?

    Wie verbringe ich diese Zeit am liebsten? Was funktioniert grade gut für mich, was überhaupt nicht? Welche Termine packe ich in diese Phase, welche eher nicht?

     

    Vielleicht hilft dir das, deinen eigenen Zyklus besser zu verstehen und dein Leben mit ihm im Einklang zu führen.

     

     

    Hier klicken, um zum Intro der Beitragsreihe zu gelangen.

    Bitte beachte: Ich bin weder Ärztin noch ausgebildete Menstruationsexpertin oder etwas in der Art. Alles, worüber ich hier schreibe, habe ich mir angelesen oder während meines eigenen Zyklus erfahren. Das soll für dich als Inspiration dienen, deinen eigenen Menstruationszyklus genauer zu beobachten und kennenzulernen. Falls du bemerkst, dass dein Zyklus sehr unregelmäßig ist, du sehr starke Schmerzen empfindest oder etwas in der Art, geh bitte unbedingt zu einer Ärztin und lass das dort abklären. Diese Artikel können und sollen nicht den Rat eines Facharztes ersetzen.

    Was passiert grade?

    Wenn es nicht zu einer Einnistung einer Eizelle kommt, fällt die Konzentration des Hormons Progesteron (Gelbkörperhormon) ab, genauso wie die Konzentration von Östrogen. Dieser Abfall setzt den Prozess in Gang, dass die oberste Hautschicht der Gebärmutterschleimhaut durch Kontraktionen der Gebärmuttermuskeln abgestoßen wird, zusammen mit etwa 50ml Blut. Diese Kontraktionen spüren wir anhand der Krämpfe während unserer Periode. Das ist natürlich sehr oberflächlich erklärt, aber ich möchte dir hier auch nur einen ganz groben Überblick geben, was in dieser Zeit passiert. Wenn du dich da genauer reinlesen möchtest, findest du im Internet etliche Artikel die die genauen Prozesse beschreiben, die während der Menstruation im Körper ablaufen. Ich möchte mich eher auf die Bereiche fokussieren, die weniger oft angesprochen werden. Also, wie fühle ich mich, was hilft mir und was tue ich.

    Die Antworten darauf sind natürlich sehr individuell, daher kann ich sie nur für mich persönlich beantworten. Vielleicht geht es dir aber ähnlich wie mir und du findest hier Tipps, die dir ebenfalls helfen. Idealerweise wirst du sogar dazu inspiriert, dich selbst mal genauer zu beobachten in dieser Zeit und diese Fragen für dich selbst zu beantworten.

    Wie fühle ich mich?

    Während meiner Menstruation ist meine Energie auf dem absoluten Tiefpunkt. Ich könnte eigentlich die meiste Zeit des Tages schlafen. Wenn ich es mir erlauben kann, tue ich das auch. Ansonsten bin ich schon immer von starken Schmerzen während meiner Periode geplagt. Diese spüre ich allerdings nicht nur im Unterbauch als Krämpfe, sondern teilweise auch bis in den unteren Rücken als permanenten Schmerz, fast schon Kreuzweh. Manchmal kommt auch Schwindel hinzu und wenn die Schmerzen richtig fies sind, kann es passieren dass ich mich sogar übergeben muss deswegen.

    Was hilft mir in dieser Zeit?

    Ich benutze schon seit etwa einem Jahr einen Menstruationscup in Verbindung mit waschbaren Stoffbinden. Meist kündigt sich meine nahe Periode durch erste Blutstropfen während des Toilettengangs an. Dann benutze ich eine Stoffbinde und warte ab, bis die Menstruation sich komplett zeigt. Ist es soweit und die richtige Blutung beginnt, koche ich meinen Cup aus und setze diesen ein. Ich nutze die Stoffbinden aber weiterhin als Backup in meinem Slip. Das hat den Grund, dass der Cup bei mir so gut funktioniert, dass sowohl Blut als auch Schleimhaut ungestört abfließen können. Meine Periode dauert bei mir daher im Schnitte 2 bis max. 3 Tage, vom ersten bis zum letzten Tropfen Blut. Das bedeutet aber auch, dass innerhalb dieser Tage sehr viel Blut in kurzer Zeit abfließt. Der Menstruationscup hat am oberen Ende kleine Löcher die verhindern, dass ein Vakuum entsteht. Wenn er jetzt aber ziemlich voll ist und ich mich noch dazu bewege oder liege kann es sein, dass durch diese Löcher etwas Blut aus dem Cup ausläuft. Irgendwann ist der Cup eben auch mal voll und läuft über. Dieses Blut fange ich mit der Stoffbinde in meinem Slip auf. Nach etwa 1-2 Tagen kann ich auf den Cup verzichten und nutze nur noch die Stoffbinde, für die letzten Blutstropfen. Der Cup wird wieder ausgewaschen und die Stoffbinden werfe ich einfach in die Waschmaschine. Für mich ist diese Lösung ideal. Blut und Schleimhaut können so ungestört abfließen und werden nicht, wie bei einem Tampon, aufgestaut. Außerdem spare ich mir jede Menge Müll und Geld, da sowohl der Menstruationscup als auch die Stoffbinden einmalige Anschaffungen sind, die jahrelang benutzt werden können.

    Der Menstruationscup ist von MeLuna. Mir gefällt daran, dass es den Cup dieser Marke in acht verschiedenen Größen und drei verschiedenen Weichheitsgraden gibt. Außerdem kannst du zwischen drei verschiedenen Griffvarianten wählen oder deine Tasse ganz ohne Griff bestellen.

    Meine Stoffbinden habe ich bei Kulmine gekauft. Ich habe welche mit Flügeln, jeweils 3 in der Große Midi und Maxi.

    Des Weiteren nehme ich während meiner Menstruation Magnesium ein. Diesen Tipp habe ich von Noemi Christoph, den sie mir mal in Berlin gab. (Zu Noemi komme ich übrigens später nochmal in diesem Beitrag zurück.) Ich beginne mit der Supplementierung von Magnesium bereits, sobald ich feststelle, dass sich meine Periode anbahnt, also gerne auch schon 1-2 Tage davor. Magnesium wirkt krampflösend, daher wird es von Sportler:innen zur Linderung von etwa Wadenkrämpfen eingenommen. Bei mir wirkt es zur Linderung der Unterleibskrämpfe während der Menstruation und es verhindert auch Migräneattacken, die ich früher gerne mal während meiner Periode bekommen habe. (Quasi als Kirsche auf der Sahnetorte, weil Bauchkrämpfe ja noch nicht genug sind). Magnesium zur Einnahme kannst du dir in jedem Drogeriemarkt besorgen oder du fragst in einer Apotheke danach. Ich nehme das in Tablettenform morgens, wie gesagt 1-2 Tage vor der Menstruation bis 1-2 Tage danach.

    Daneben hilft mir Wärme sehr gut während meiner Periode. Ich nutze dazu ein Kirschkernkissen, das ich zu Hause im Ofen erwärme oder im Winter einfach eine Zeit lang auf die Heizung lege. Das Kissen kann übrigens auch in der Mikrowelle erwärmt werden. Wenn ich früher, als ich noch angestellt war, trotz Menstruation arbeiten musste, nahm ich mir das Kissen gerne mit ins Büro. Dort erwärmte ich es in der Büro-Mikrowelle und packte es anschließend in Höhe meines unteren Rückens auf den Schreibtischstuhl. Wenn ich die Wärme an dieser Stelle platziere, hilft das bei mir besonders gut und lindert nicht nur die Krämpfe, sondern auch die Kreuzschmerzen. Falls du nicht in einer sitzenden Tätigkeit arbeitest, hab ich gute Erfahrungen mit Wärmeumschlägen aus der Apotheke gemacht. Die kannst du dir wie einen Gürtel umschnallen und auch ganz diskret unter der Kleidung tragen. Diese sind allerdings nicht ganz günstig und leider auch nur für den einmaligen Gebrauch und somit leider nicht so nachhaltig. Es gibt aber auch mehrfach verwendbare Wärmegürtel.

    Vielleicht geht es dir ähnlich wie mir und du verspürst während deiner Periode einen Appetit auf Schokolade, Chips oder andere als ungesund geltende Lebensmittel. Das ist völlig okay und ich finde, du solltest dir das auf keinen Fall verbieten. Ich esse dann gerne Zartbitterschokolade. Die gibt es in veganen Varianten und sie stillt die Lust auf Süßes, ohne dass ich sofort die ganze Tafel verputzen möchte. Chips gönne ich mir manchmal auch, aber meist halten diese nicht, was sie versprechen und schmecken schlicht nicht. (Tipps für leckere vegane Chips gerne in die Kommentare). Übrigens, seit ich auf meinen Körper höre weiß ich, dass diese Zeit der Süßigkeiten vorbeigeht. Schon bald nachdem meine Periode vorbei ist, hab ich viel mehr Lust auf Lebensmittel wie Obst, frisches Gemüse usw. Daher ist das für mich auch kein Problem, mir gerade jetzt Schokolade und andere, vermeintlich ungesunde Sachen zu gönnen.

    Was hilft mir noch?

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    • Auf dem Bauch liegend schlafen. Ich finde, damit sind die Schmerzen oft besser auszuhalten
    • Frische Luft und Bewegung. Wenn ich wirklich lange auf der Couch gelegen habe, giert mein Körper praktisch danach, sich wieder zu bewegen. Entweder durch einen ausgedehnten Spaziergang oder durch leichtes Radfahren. Frische Luft hilft außerdem gegen das schwummerige Gefühl, dass ich oft während meiner Menstruation im Kopf spüre
    • Yoga. Ich mag Yoga sowieso und praktiziere es am liebsten jeden Tag, gerne morgens nach dem Aufwachen. Während meiner Menstruation greife ich auf Asanas zurück, die den Fokus mehr auf Halten und Dehnen als auf Dynamik setzen. Diese Anleitung von Adriene Mishler (Yoga with Adriene) nutze ich sehr gerne.

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    Was tue ich?

    Jetzt wird’s richtig spannend. Denn hier dreht es sich darum, wie ich diese Zeit am besten nutzen kann und in meine Terminplanung integriere.

    Ehrlich gesagt, wenn es geht versuche ich während meiner Menstruation überhaupt keine Termine zu vereinbaren. Ich bin zu der Zeit am liebsten zu Hause. Nicht zuletzt auch, weil ich innerhalb kurzer Zeit sehr viel Blut verliere. Neben dem Aspekt, dass ich daher oft auf Toilette renne, ist dieser Blutverlust auch anstrengend für mich. Ich bin schon mehrmals während meiner Menstruation einfach umgekippt, weil ich nicht auf meinen Körper gehört und mal einen Gang runtergeschaltet habe. Ich mag es auch nicht gerne, in dieser Zeit viele Menschen um mich herum zu haben. Ich brauche Ruhe um ganz bei mir und meinen Gedanken sein zu dürfen. Es gibt einen Ansatz, den Menstruationszyklus anhand der Jahreszeiten zu beschreiben. Die Menstruation ist in diesem Fall der Winter. Ich mag das sehr, schafft diese Beschreibung doch genau das Bild, welches ich während dieser Zeit habe. Winter ist die Phase, in der wir uns meist lieber drinnen aufhalten. Wir ziehen uns zurück, werden ruhiger, reflektieren mehr und sind dankbar für Wärme die von außen zugeführt wird. Genauso verhält es sich während der Menstruation.

    Die Periode ist für mich eine Zeit der Reinigung und Reflexion. Nicht nur mein Körper wird gereinigt, sondern ich versuche auch meinen Kopf und mein Denken einer Reinigung zu unterziehen. In dieser Zeit fällt es mir besonders leicht, in mich zu gehen, zu reflektieren und Pläne für die nächste Zeit zu erstellen. Ich lasse los, was nicht mehr zu mir passt und wähle aus, was ich zukünftig in mein Leben integrieren möchte.

    Ich schreibe in dieser Zeit besonders gerne Dinge auf, mein Notizbuch füllt sich mit neuen Ideen und Gedanken. Für mich ist die Menstruation längst nicht mehr nur ein notwendiges Übel, sondern ich zelebriere sie. Mal mehr, mal weniger äußerlich sichtbar. Doch ich nehme sie für mich selbst mittlerweile sehr bewusst wahr und empfinde Dankbarkeit für den wunderbaren Prozess, den mein Körper unterläuft.

    Ich habe ja weiter oben im Text schon über Noemi Christoph geschrieben. Hier möchte ich sie nochmal im Speziellen Erwähnen. Zum einen, weil ich durch sie viele Anregungen über die Beschäftigung mit der Menstruation erhalten habe. Durch ihren Instagram-Kanal, in dem sie sehr viel Aufklärungsarbeit zu diesem Thema leistet, durch ihren Blog aber auch durch persönliche Gespräche (und sei es nur als Textnachricht). Wenn du einen Weg suchst, deine Menstruation bewusster wahrzunehmen und ihr dafür vielleicht sogar ein Ritual zu widmen, kann ich dir folgenden Blogbeitrag von Noemi ans Herz legen. https://noemichristoph.com/ein-ritual-fuer-die-menstruation/

    Hier beschreibt Noemi ihr persönliches Menstruations-Ritual, das sie zu Beginn jedes Zyklus durchführt. Vielleicht wäre das ja auch etwas für dich, um deine Periode bewusster zu erleben.

    Natürlich verstehe ich, wenn du die Menstruation (noch) nicht als etwas Positives erkennen kannst. Eine Zeit die geprägt ist von Blut und Schmerzen, in der wir uns permanent unsauber fühlen (oder von der Gesellschaft eingeredet bekommen, dass wir es sind) führt nicht gerade zu Glücksgefühlen. Aber andererseits wird es Zeit, dass die Menstruation endlich aus der Ecke hervortritt und in der Mitte der Gesellschaft Platz findet. Überleg mal, wann du deine Periode das erste Mal bekommen hast und wie lang, wie viele Jahrzehnte, sie ein Teil deines Lebens sein wird? Es wird Zeit, dass wir uns deshalb nicht mehr verstecken und dass wir aufhören, im Flüsterton hinter vorgehaltener Hand darüber zu reden. Hygieneprodukte während der Produkte sind keine Drogen, die heimlich beschafft werden müssen, dennoch fühlt es sich manchmal so an. Wer von uns hat nicht schon heimlich eine Freundin oder Kollegin beiseite genommen um sie zu fragen, ob sie was dabei hat…für…naja… „die Tage, du weißt schon“. Schluss damit. Schluss mit der Scham, Schluss mit Bezeichnungen wie Plage und Übel. (Von Begriffen wie Erdbeerwoche etc. fange ich gar nicht erst an).

    Sei dankbar, dass dein Körper funktioniert. Sei dankbar, für diese Reinigung und den Neubeginn. Und ja, nimm dir diese Zeit für dich, so gut es geht. Das ist die Zeit, um egoistisch zu sein und dich in den Vordergrund zu stellen. Ich weiß, das geht nicht immer. Aber der erste Schritt ist, dass du es versuchst und diese Priorität für dich selbst setzt. Aber hey, du musst trotzdem keine Heldin sein. Wenn du starke Schmerzen hast, halte nicht unnötig aus. Nimm dir eine Schmerztablette oder geh zu deiner Ärztin und rede mit ihr darüber. Vielleicht redest du mit ihr auch mal über das Thema Endometriose. Lass dich nicht abwimmeln, frag ihr Löcher in den Bauch.

    So, das war jetzt ganz schön viel Input, aber die Menstruation ist ja eben auch ein komplexes Thema. Natürlich musst du sie nicht so angehen, wie ich das tue aber ich hoffe mein Beitrag hier hat dir dennoch geholfen, diese Zeit mit anderen Augen zu sehen. Vielleicht kannst du dich etwas mit deiner Periode versöhnen und hast hier den ein oder anderen Tipp gefunden, um sie dir erträglicher zu gestalten. Es würde mich sehr freuen zu hören, ob dieser Artikel hilfreich für dich war oder ob du andere Tipps für die Menstruation hast.

    *Information bzgl. Werbekennzeichnung: Ich verlinke hier andere Accounts und / oder Produkte. Dadurch habe ich keinerlei Vorteil, auch nicht finanziell. Ich nenne und verlinke diese Accounts und Produkte, weil sie für diesen Beitrag einen Mehrwert bieten, ich selbst davon überzeugt bin und sie dir empfehlen kann.

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